Schloss Grube

Denkmalgerechte Instandgesetzung und Modernisierung des Schlosses

 

Leistungsphasen 1-8

Schloss Grube, 1740 im barocken Stil auf einem Vorgängerbau errichtet, wurde denkmalgerecht instandgesetzt und modernisiert. Hierbei wurden die teilweise zerstörerischen Folgen unterschiedlichster Nutzungen, aber auch der schlechte bauliche Zustand des Gebäudes behutsam repariert und die Voraussetzungen für die Verbindung von Kunst und Kultur sowie Gastronomie und Beherbergung in einem ansprechenden Rahmen geschaffen. Bereits seit 2009 finden im Erdgeschoss regelmäßig Veranstaltungen statt, seit dem Frühjahr 2011 können die Suiten im Obergeschoss und seit Frühjahr 2012 die Dachzimmer bezogen werden.

"Brandenburgischer Denkmalpflegepreis 2010"

Am 10.09.2010, knapp ein Jahr nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes, wurde das Schloss Grube mit dem "Brandenburgischen Denkmalpflegepreis 2010" ausgezeichnet.

Kenndaten
Fläche:  1.060 m²
Zimmer: 4 Suiten, 4 Doppelzimmer
Weiteres: Gartensaal, Trau-/Festsaal, Ausstellungs-/Tagungsräume, Café und Restaurant

Nutzungskonzept
Das Schloss wurde in mehreren Bauabschnitten denkmalgerecht saniert. Ziel der umfangreichen Arbeiten war die Eröffnung als ein offenes Haus für Kunst und Kultur sowie Gastronomie und Beherbergung.
Mit dem im Oktober 2009 fertig gestellten ersten Bauabschnitt wurde das Schloss seiner öffentlichen Nutzung für Ausstellungen, Konzerte und Tagungen, sowie einem Cafébetrieb übergeben. Im den folgenden Bauabschnitten wurde das Programm durch Beherbergungsmöglichkeiten im Ober- und Dachgeschoss erweitert.

Sanierung und Modernisierung
Bei der Sanierung war es wichtig die bauhistorischen Veränderungen, welche das Gebäude im Laufe der Geschichte erfahren hatte, zu erkennen, um daraus eine schlüssige Sanierungsstrategie zu entwickeln. Als Leitmotiv für die Wiederherstellung des Erscheinungsbildes wurde die Umbauphase von 1889 gewählt. Alte Fotos und Postkarten, ein restauratorisches Gutachten und Spuren in vorhandenen Bauteilen lieferten wertvolle Hinweise.
Mithilfe dieser Recherche sind die barocken Fenster und Türen, die Wiedererrichtung der Dachgauben und die Zugänge, sowie die gartenseitige Terrasse entwickelt und ausgeführt worden.
Das Dach ist mit, nach historischem Vorbild, angefertigten Dachziegeln im Kohlebrandverfahren neu eingedeckt worden. Sämtliche Dach- und Fassadenklempnerarbeiten sind in Kupfer ausgeführt. Der Fassadenputz konnte, wegen des schlechten Zustandes, nur in Teilbereichen erhalten bleiben. Er wurde mit auf den Altputz abgestimmten Material ergänzt. Die Farbgebung der Fassade ist nach dem Farbbefund und durch einen Anstrich mit der Bürste in traditioneller Handwerkskunst ausgeführt.
Im Innenbereich sind, nach der Reparatur der Holzbalkendecken, die Gesimse und der Deckenputz ergänzt bzw. erneuert worden.
Für die Wiederverlegung der Holzböden als Dielungen und sogenanntes Tafelparkett ist, soweit möglich, verwendungsfähiges Holz aus dem Schloss zum Einsatz gekommen. Die Böden der stark beanspruchten Flächen im Ausstellungsbereich und im Café sind mit neuer Holzdielung aus Douglasie ausgestattet.

Bei der Instandsetzung und Sanierung von Schloss Grube, kam es vor allem darauf an, eine Lösung zu entwickeln, welche sowohl dem historischen Erscheinungsbild des Denkmals entspricht, als auch eine zeitgemäße, moderne Nutzung des Gebäudes ermöglicht.
Neben dem Einsatz handwerklicher und traditioneller Arbeitstechniken bei der Sanierung war die Integration modernster und ökologisch innovativer Technik in die denkmalgeschützte Gebäudestruktur eine besondere Herausforderung. Neben der Installation von vielseitigen Licht- und Datenleitungen, ist hierbei besonders die energetische Ausstattung des Hauses zu erwähnen. Durch die Wahl einer Wandflächenheizung im gesamten Gebäude wird eine sehr angenehme, energiesparende und substanzschonende Klimatisierung erreicht. Die Wärmeversorgung wird durch drei sogenannte Luft-Wasser Wärmepumpen bereitgestellt, die zudem auch den Warmwasserbedarf des Gebäudes decken. 

1. Bauphase

2. Bauphase


3. Bauphase